Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) regulieren den Stoffwechsel, das Wachstum und die Entwicklung des Körpers. Sie werden bei verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen therapeutisch eingesetzt.
Schilddrüsenhormone kommen hauptsächlich bei Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), Struma (Kropf) und Hashimoto-Thyreoiditis zum Einsatz. Sie ersetzen die fehlenden körpereigenen Hormone und normalisieren den Stoffwechsel.
Die Dosierung erfolgt individuell nach Laborwerten. Einnahme nüchtern, 30-60 Minuten vor dem Frühstück. Wichtige Wechselwirkungen bestehen mit Eisenpräparaten, Kalzium und Kaffee, die die Aufnahme verringern können.
Östrogene und Gestagene steuern den weiblichen Zyklus und beeinflussen zahlreiche Körperfunktionen. In den Wechseljahren sinken diese Hormonspiegel natürlicherweise ab, was verschiedene Beschwerden verursachen kann.
Die Hormonersatztherapie (HRT) lindert klimakterische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und vaginale Trockenheit. Sie wird individuell angepasst und sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.
Östrogene unterstützen die Osteoporose-Prävention durch Erhaltung der Knochendichte. Die Anwendung erfordert regelmäßige ärztliche Kontrollen, da Nebenwirkungen wie erhöhtes Thromboserisiko bestehen können. Kontraindikationen umfassen bestimmte Krebserkrankungen und Gerinnungsstörungen.
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und spielt eine entscheidende Rolle für die körperliche und geistige Gesundheit des Mannes. Es beeinflusst Muskelaufbau, Knochendichte, Libido und allgemeines Wohlbefinden.
Hypogonadismus kann durch Alter, Krankheiten oder genetische Faktoren entstehen und äußert sich durch Müdigkeit, verminderte Libido, Muskelschwäche und Stimmungsschwankungen. In österreichischen Apotheken sind verschiedene Testosteron-Präparate verfügbar:
Die Therapie erfordert regelmäßige ärztliche Kontrollen der Hormonwerte, Blutbild und Prostata. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Hautreaktionen, Blutdruckveränderungen und erhöhte Blutviskosität.
Insulin reguliert den Blutzuckerspiegel und ist für Diabetiker lebensnotwendig. Bei Diabetes mellitus ist entweder die Insulinproduktion gestört oder die Insulinwirkung beeinträchtigt, weshalb eine Hormonsubstitution erforderlich wird.
Moderne Insulintherapie nutzt verschiedene Wirkprofile zur optimalen Blutzuckerkontrolle. In Österreich erhältliche Insulinpräparate umfassen schnellwirkende Analoga wie Humalog und NovoRapid sowie langwirkende Basalinsuline wie Lantus und Levemir. Moderne Insulinanaloga bieten gegenüber Humaninsulin präzisere Wirkprofile und reduziertes Unterzuckerungsrisiko.
Insulin-Pens ermöglichen eine einfache und präzise Dosierung. GLP-1-Agonisten wie Ozempic, Trulicity und Victoza ergänzen die Therapie durch Förderung der körpereigenen Insulinfreisetzung.
Kortikosteroide sind körpereigene Hormone der Nebennierenrinde, die als Arzneimittel vielseitig eingesetzt werden. Diese synthetischen Hormone wirken stark entzündungshemmend und immunsuppressiv, indem sie in zelluläre Prozesse eingreifen und die Freisetzung von Entzündungsmediatoren hemmen.
Kortikosteroide werden erfolgreich bei chronischen Entzündungen, allergischen Reaktionen und Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Asthma eingesetzt. In österreichischen Apotheken sind bewährte Wirkstoffe wie Prednisolon, Hydrocortison und Dexamethason in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:
Bei der Langzeittherapie ist ein schrittweises Ausschleichen essentiell, um eine Nebenniereninsuffizienz zu vermeiden. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Gewichtszunahme, Osteoporose und erhöhte Infektanfälligkeit, weshalb eine regelmäßige ärztliche Kontrolle unerlässlich ist.
Wachstumshormone werden bei Kindern mit Wachstumsstörungen und bei Erwachsenen mit nachgewiesener Wachstumshormondefizienz eingesetzt. Moderne Präparate wie Genotropin, Norditropin und Humatrope ermöglichen eine präzise, individuell angepasste Therapie.
Neben Wachstumshormonen umfasst das Sortiment weitere wichtige Spezialhormone:
Diese Hormontherapien unterliegen in Österreich strenger Verschreibungspflicht und erfordern fachärztliche Betreuung. Die Kostenerstattung erfolgt nach Bewilligung durch die Sozialversicherungsträger. Regelmäßige Laborkontrollen und klinische Überwachung sind zur Therapiesicherheit obligatorisch und gewährleisten eine optimale Behandlung.